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Firmen / Personen >> Deutsche Telekom: Wir setzen niemanden unter Druck
Im derzeit anstehenden Tarifstreit bei der Telekom geht es um viel: Die deutsche Telekom möchte 50.000 Mitarbeiter zu immerhin 9 Prozent niedrigeren Löhnen bei längerer Arbeitszeit (von 34 auf 38 Stunden erhöht) in "Service-Gesellschaften", die wohl so etwas wie Zeitarbeitsfirmen sind, ausgliedern- was neben dem erheblichen monetären Verlust auch eine erhebliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und zudem auch einen erheblichen Sicherheitsverlust bringt- immerhin kann man eine solche T-Service GmbH recht schnell in die Insolvenz schicken und so die Arbeitnehmer "entsorgen".
Im Streit wehrt sich die Gewerkschaft Ver.di auch mit Warnstreiks und hat, dies ist legitim, natürlich angekündigt ausgerechnet der Telekom wichtige Projekte wie den G8-Gipfel in Heiligendamm zu bestreiken.
Der Konzern selbst bleibt natürlich auch nicht untätig: "Die Telekom ist dabei, unsere Leute unbotmäßig zu bedrohen", sagte ver.di-Arbeitskampfleiter, Ado Wilhelm dem Tagesspiegel.
Die Telekom wies die Vorwürfe zurück: "Wir setzen niemanden unter Druck, sondern informieren die Mitarbeiter über die rechtlichen Rahmenbedingungen." Aha.
Der Autor muss nicht ausführen, wem er Glauben schenkt. Er war lange genug Arbeitnehmer um die Situation einschätzen zu können. Eine einseitige Information über die "rechtlichen Rahmenbedingungen" kann durchaus eine unbotmäßige Bedrohung sein. Zum Beispiel wenn angekündigt wird den Mitarbeitern mit Schadensersatzforderungen für legale Streiks, mit der Kündigung oder aber auch Mobbing zu drohen.